Daniel Zimmermann | Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein

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Dienstag | 25. Juni 2013 | 22:50 Uhr

Krankenhausrettung gescheitert

Schließung des Monheimer Krankenhauses erscheint unausweichlich

Nach drei Wochen intensiver Prüfung ist klar: Die Stadt wird kein Konzept zum Erhalt des Monheimer Krankenhauses vorlegen. Die vom bisherigen Träger angekündigte Schließung des St.-Josef-Krankenhauses bis Ende August erscheint damit unausweichlich.

Zunächst gab es noch einen Hoffnungsschimmer. Nachdem der Solinger K-Plus-Verbund die Schließung angekündigt hatte, startete die Stadt Überlegungen, wie das Krankenhaus in eigener Trägerschaft oder in Zusammenarbeit mit einem benachbarten Krankenhausträger doch noch zu erhalten sei. Dieser Rettungsversuch ist jedoch letztlich gescheitert.

„Die Investitionen, die in das Krankenhaus fließen müssten, um es wieder attraktiv zu machen, sind erheblich“, erläuterte Bürgermeister Daniel Zimmermann am Montag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. „Gleichzeitig ist zu befürchten, dass Monheim aufgrund der schlechten Auslastung des Krankenhauses in den letzten Jahren ganz aus der Krankenhausbedarfsplanung des Landes herausfallen wird. Wir müssen deshalb einsehen, dass es mit seinem bisherigen Angebot nicht mehr zu retten ist.“

Zimmermann beziffert den Investitionsbedarf auf einen hohen einstelligen Millionenbetrag: „Die Bausubstanz ist sanierungsbedürftig und es müssten dringend zusätzliche medizinische Geräte zur Diagnostik und Behandlung angeschafft werden. Das Krankenhaus verfügt zum Beispiel nicht einmal über ein CT-Gerät, das heute auch in kleineren Krankenhäusern Standard ist. Die Patientenzimmer versprühen größtenteils den Charme der frühen Neunzigerjahre und verfügen über keine eigenen Toiletten.“

Es sei kein Wunder, dass vor dem Hintergrund der schlechten Ausstattung die Belegungszahlen in den letzten Jahren stetig abgenommen hätten. „Dass seit 2009 immer wieder in der Zeitung zu lesen war, die Chirurgie werde geschlossen, hat zu einem weiteren Einbrechen der Patientenzahlen beigetragen“, glaubt Zimmermann. Zuletzt habe die Belegungsquote im Krankenhaus nur noch 50 Prozent betragen.

„Wir wissen von den Krankenkassen“, so Zimmermann, „dass der Marktanteil des Monheimer Krankenhauses bei gerade einmal 42 Prozent lag. Rechnet man alle stationären Behandlungen, also auch solche, die im Monheimer Krankenhaus gar nicht angeboten werden konnten, hinzu, beträgt der Marktanteil sogar nur noch 23 Prozent.“

Der Abwärtstrend der letzten Jahre erweise sich vor allem in Bezug auf die vom Land vorangetriebene Krankenhausbedarfsplanung als großes Problem. „Landesweit sollen in den nächsten Jahren 16 Prozent aller Krankenhausbetten in chirurgischen Fachabteilungen und 5 Prozent aller Betten im Bereich der Inneren Medizin entfallen. In Summe sind das für NRW 7.000 von 71.000 Krankenhausbetten“, rechnet Zimmermann die Auswirkung für die beiden in Monheim vorgehaltenen Abteilungen vor. „Damit geraten vor allem Krankenhäuser unter Druck, die jetzt schon – wie in Monheim – eine schlechte Auslastung aufweisen.“

„Das Land wird die vorgesehene Bettenzahl an die Ist-Zahlen der letzten Jahre anpassen. Selbst wenn es also gelänge, den Abwärtstrend zu stoppen oder sogar wieder umzukehren, wären die Monheimer Planbetten verloren.“

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