Daniel Zimmermann | Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein

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Dienstag | 9. November 2010 | 16:01 Uhr

Umdenken im Sportstättenkonzept erforderlich

Keine Einigung mit der Kirche über den Ankauf der erforderlichen Grundstücksfläche

Die in Baumberg Ost geplante Verlegung der Bezirkssportanlage ist gescheitert. Der Grund dafür besteht darin, dass keine Einigung mit der katholischen Kirche über den Ankauf der eigentlich erforderlichen Grundstücksfläche erzielt werden konnte. Ursprünglich war geplant, die rund 2,5 ha große Fläche von der Kirchengemeinde zu kaufen, um dort einen neuen Sportplatz zu bauen, der die Nutzungen der alten Bezirkssportanlage an der Bregenzer Straße und des Fußballplatzes am Kielsgraben ersetzt.

Statt der vertraglich vereinbarten 125.000 Euro verlangt das Erzbistum nun „mindestens 200.000 Euro“ für das fragliche Grundstück. Tatsächlich hätte die Fläche als Ackerland lediglich einen Wert in Höhe von 80.000 Euro gehabt. Ohne die Überlegungen der Stadt, dort den erforderlichen neuen Sportplatz bauen zu wollen, wäre es mit Sicherheit bei diesem Preis geblieben. Um den Sportplatzbau auf der von ihm gepachteten Fläche zu verhindern, hatte der betroffene Landwirt Herr Bossmann der Kirche bereits ein Gegenangebot in Höhe von 125.000 Euro unterbreitet. Auch dieser Kaufpreis wäre vertretbar gewesen, so dass die Stadt bis zur gleichen Höhe nachgelegt hatte.

Die darauf folgende jüngste Offerte von Bauer Bossmann stellte mit 200.000 Euro jedoch ein unrealistisch hohes Angebot dar, dem die Stadt nicht weiter folgen konnte. Wer hätte die Garantie dafür übernommen, dass der Preis nicht noch weiter in die Höhe getrieben worden wäre? Insofern musste die Stadt ihr Gebot zurückziehen. Das führt nun zwangsläufig dazu, dass auch für Herrn Bossmann keine Notwendigkeit mehr besteht, sein Angebot aufrecht zu erhalten. Er hat sein Ziel, den Sportplatzbau zu verhindern, auch ohne einen Ankauf der Fläche erreicht. Die Kirche geht damit ganz leer aus. Sie wäre gut beraten gewesen, den notariell mit der Stadt geschlossenen Vertrag über einen Kaufpreis von 125.000 Euro zu akzeptieren, denn wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass wir keinem höheren Preis zustimmen können. Ohne ein städtischen Interesse am Grundstück, ist die Fläche nichts weiter als ein normaler Acker, der nun vorerst im kirchlichen Eigentum verbleiben wird.

Der von der CDU immer wieder ins Spiel gebrachte Standort am Kielsgraben stellt jedoch keine Alternative dar, denn dort gibt es kein Baurecht für einen Sportplatz. Würde man einen Sportplatzbau an dieser Stelle in Angriff nehmen, müsste man zumindest billigend in Kauf nehmen, dass für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren gar kein Platz zur Verfügung steht. So lange würde es mindestens dauern, bis eine Baugenehmigung für die Fläche vorläge. Ob das überhaupt gelingt, wäre dabei jedoch noch nicht einmal sicher.

Stattdessen wird die Stadtverwaltung nun die alte Bezirkssportanlage in den Blick nehmen. Für etwa 800.000 bis 900.000 Euro könnte diese Anlage mit einem Kunstrasenplatz für die Fußballer und einer 400-Meter-Kunststofflaufbahn für die Leichtathleten ausgerüstet werden. Das ist zwar nicht die optimale Lösung, weil dadurch in Baumberg Ost weniger Flächen als Wohnbauland zur Verfügung stehen, im Sinne der Sportler stellt es aber die praktikabelste Lösung dar, denn sicher ist: Ab Juli 2011 muss der bisherige Sportplatz am Kielsgraben definitiv abgerissen werden. Eine nutzbare Ersatzanlage, die die Sportlerinnen und Sportler dringend benötigen, können wir bis dahin lediglich am Standort der alten Bezirkssportanlage realisieren.

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